[Rezension] Die fünf Gaben

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Valenias Töchter 1

Autor: Kelly Moran
Hardcover: 19,99 €
eBook: 13,99 €
Seitenzahl: 496
Verlag: Carlsen
Weitere Infos: <<klick>>

Inhalt

Wie jedes Mädchen im Haus Magnalia fiebert Brienna der Sommersonnenwende entgegen. Denn dann wird sie zur Berufenen erklärt und kann ein neues Leben bei einem Gönner beginnen. Sie lässt sich auf das Angebot eines Lords aus dem Norden ein, auch wenn sie dafür schweren Herzens von ihrem Lehrer, Master Cartier, Abschied nehmen muss. Kaum ist sie jedoch im Reich Maevana angekommen, steht mehr als ihr Glück auf dem Spiel: Mit ihrer besonderen Gabe soll sie den König stürzen und somit ihre Vorfahren verraten. Als sie Cartier schließlich wiederbegegnet, muss sie sich entscheiden, ob sie ihrer Familie oder ihrem Herzen die Treue hält.
Wie hat’s mir gefallen

Wie so oft, ließ ich mich von dem Cover verzaubern und las es OHNE den Klappentext zu kennen. Wie immer war dies wirklich eine Wohltat! Einige Wendungen konnten mich sehr überraschen, da ich nicht durch die Inhaltszusammenfassung auf dem Buchumschlag gespoilert wurde.

Brienna ist eine ganz besondere Protagonistin: stark und schlau, ohne sich dessen zu sehr bewusst zu sein. Sie war mir gleich von Anfang an sympathisch und ich konnte mich stellenweise sehr gut mit ihr identifizieren. Und um ehrlich zu sein, habe ich – wie Brienna auch – ganz schön für ihren stillen Lehrer geschwärmt. Doch Cartier ist eigentlich tabu…

Wer jetzt denkt, es handelt sich hierbei um einen Liebesroman gekreuzt mit Fantasy, der täuscht sich enorm. Alles fängt recht ruhig mit einer besonderen Schule und einer besonderen Ausbildung an. Es war, als würde Jane Austen eine Harry Potter-gleiche Schulgeschichte erschaffen: sehr athmosphärisch, spannend, aber doch irgendwie ruhig.
Sehr plötzlich wendete sich alles, die Geschichte verlief in eine ganz neue Richtung und es ging auf einmal um Machtkämpfe, Familienfehden, einen König, den man stürzen wollte und all diese Dinge, die ich an Fantasybüchern schätze. Zuerst war mir der Cut zu hart und ich wollte meine ruhige schöne heimelige Handlung zurück haben, doch dann war ich gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich kann mir vorstellen, dass die Einen hin und weg sind von der abwechslungsreichen Handlung, die Anderen mit dem Wechsel vielleicht nicht so viel anfangen können. Es ist wie immer: Geschmackssache.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin beschreibt alles sehr eindrucksvoll, aber nicht fantasymäßig schwer, sondern leicht und unterhaltend. Auch die Gedankengänge sind jugendlich gehalten, aber nicht zu jung, passend zu einem Fantasyroman, aber doch nicht zu schwer und zu Highfantasy-mäßig. Ein gut gelungener Mix.

Tja und gefallen hat mir natürlich die – doch vorhandene – Lovestory! Ich mag es, wenn es nicht so leicht scheint und dem Paar Steine in den Weg gelegt werden. Ich mag es, wenn gekämpft wird und die Sehnsucht groß wird – OHNE zu kitschig zu werden. Und ich mag Cartier, den ruhigen, geheimnisvollen Lehrer, der mehr Biss besitzt, als es zuerst scheint.

Alles in allem ist „Die fünf Gaben“ ein runder Reihenauftakt, der mir wirklich gut gefallen hat – trotz, oder gerade wegen – des Bruches in der Handlung.

Bewertung 4,5/5

Mich konnte der Auftakt von „Valenias Töchter“ fesseln, was vor allem an den mehrdimensionalen und höchst sympathischen Charakteren lag. Und ich bin furchtbar neugierig und gespannt, wie es weitergehen wird und welche Gefahren Brienna noch bestehen muss.

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